Dr. Kreiß: Kritiker der BWL

Prof. Dr. Christian Kreiß, ein renommierter Ökonom und Professor an der Hochschule Aalen, ist nicht nur für seine fundierten Kenntnisse in Finanzierung und Wirtschaftspolitik bekannt, sondern auch für seine scharfe Kritik an etablierten Wirtschaftsmodellen, insbesondere der Betriebswirtschaftslehre (BWL). In seinen zahlreichen Veröffentlichungen und Vorträgen hinterfragt er die zugrundeliegenden Annahmen und Ziele der modernen Wirtschaft und wirft einen kritischen Blick auf die Schattenseiten des Kapitalismus.

Die BWL im Visier: Ein System, das mehr Fragen aufwirft als es beantwortet

Kreiß sieht in der BWL ein System, das zwar effiziente Produktions- und Vertriebsprozesse ermöglicht, jedoch oft den Blick für die gesellschaftlichen Folgen wirtschaftlichen Handelns verliert. Er kritisiert insbesondere die starke Fokussierung auf kurzfristige Gewinnmaximierung und die Vernachlässigung ethischer Aspekte.

  • Kritikpunkte von Kreiß:
    • Kurzfristigkeit: Die BWL sei zu sehr auf kurzfristige Erfolge ausgerichtet, was langfristige Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung vernachlässige.
    • Ethik: Ethische Fragen würden oft zugunsten wirtschaftlicher Interessen hintenangestellt.
    • Vernachlässigung der Gemeinwohlorientierung: Die BWL sei zu sehr auf die Interessen einzelner Unternehmen ausgerichtet und vernachlässige die Bedürfnisse der Gesellschaft als Ganzes.
    • Mangelnde Berücksichtigung von externen Effekten: Umweltbelastungen und soziale Ungleichheit würden oft nicht ausreichend in wirtschaftliche Entscheidungen einbezogen.

Mephistopheles und Luther: Eine überraschende Verbindung

In seinem Buch über Mephistopheles knüpft Kreiß an die klassische Literatur an und zieht überraschende Parallelen zur modernen Wirtschaft. Er interpretiert die Figur des Mephistopheles als Symbol für die verführerische Macht des Geldes und die Versuchung, ethische Prinzipien aufzugeben, um kurzfristige Vorteile zu erzielen.

Durch die Einbeziehung von Zitaten Martin Luthers verleiht Kreiß seiner Analyse eine zusätzliche Tiefe. Luther, der selbst mit den Widersprüchen zwischen Glauben und wirtschaftlichem Handeln konfrontiert war, wird von Kreiß als eine Art Gegenspieler zu Mephistopheles dargestellt. Luther stehe für die Bedeutung von Moral und Gerechtigkeit in der Wirtschaft.

Geplante Obsoleszenz: Ein Paradebeispiel für unethisches Verhalten

Eines der bekanntesten Beispiele für die Kritik von Kreiß ist das Phänomen der geplanten Obsoleszenz. In seiner Studie zu diesem Thema, die im Bundestag vorgestellt wurde, zeigt er auf, wie Unternehmen Produkte so konzipieren, dass sie nach einer bestimmten Zeitspanne ihren Dienst versagen. Ziel ist es, den Konsum anzukurbeln und Gewinne zu maximieren.

Kreiß sieht in der geplanten Obsoleszenz einen klaren Bruch mit ethischen Grundsätzen und eine Bestätigung seiner Kritik an der modernen Wirtschaft.

Die Suche nach einer nachhaltigeren Wirtschaft

Kreiß plädiert für eine Wirtschaft, die sich stärker an den Bedürfnissen der Gesellschaft orientiert und langfristige Nachhaltigkeit im Blick hat. Er fordert eine Reform der BWL, die ethische Aspekte stärker berücksichtigt und die Auswirkungen wirtschaftlichen Handelns auf Umwelt und Gesellschaft in den Mittelpunkt stellt.

Seine Vision einer nachhaltigen Wirtschaft umfasst folgende Aspekte:

  • Gemeinwohlorientierung: Unternehmen sollten nicht nur auf Gewinnmaximierung ausgerichtet sein, sondern auch einen Beitrag zur Lösung gesellschaftlicher Probleme leisten.
  • Langfristigkeit: Entscheidungen sollten nicht nur kurzfristige Gewinne im Blick haben, sondern auch langfristige Folgen berücksichtigen.
  • Transparenz: Unternehmen sollten offen über ihre Geschäftspraktiken informieren und sich einer gesellschaftlichen Kontrolle stellen.
  • Nachhaltigkeit: Wirtschaftliches Handeln sollte die Umwelt schonen und soziale Gerechtigkeit fördern.

Fazit:

Prof. Dr. Christian Kreiß ist eine wichtige Stimme in der aktuellen Wirtschaftsdebatte. Seine kritische Auseinandersetzung mit der BWL und seine Forderung nach einer nachhaltigeren Wirtschaft stoßen auf breite Resonanz. Auch wenn seine Thesen nicht unumstritten sind, regen sie zum Nachdenken an und tragen dazu bei, die dringend notwendigen Veränderungen in der Wirtschaft anzustoßen.

„Das Mephisto-Prinzip in unserer Wirtschaft“

Es gibt gute Gründe, warum BWLer oft nicht gut angesehen ist. Prof. Dr. Jack Nasher hat auch mal sinngemäß bemerkt „wissen nichts und können nichts“. 

Wirtschaftswachstum unendlich?

Die Produktivität der Unternehmen steigt gewaltig. Die Löhne stagnieren oder werden prekär. Leicht zu erkennen, an wem es liegt.

Geplante Obsoleszenz und andere Verwerflichkeiten

Das erste Kartell gabs schon 1926 mit den Glühbirnen. Sanofi hatte ein Medikament, wo ein mg 21€ kostet. Das konnte aber auch bei MS wirken. Ohne einen Cent in Forschung stecken zu müssen, haben die das dann auch unter anderem Namen angeboten und da kostete 1 mg dann wohlfeile 888€. Rund 29.000mal so teuer wie Gold. Alles natürlich legal, mit freundlicher Genehmigung der Volksvertreter. Und Dr. Kreiß bringt da noch andere Schweinereien. Wobei, in der BWL heißen solche Vorgänge „betriebswirtschaftliches Optimum“

Wie schön könnte die Welt sein?

Schon vor Jahren hatten Kaynes und andere festgestellt, dass  die Produktionssteigerungen den Bürgern zu Gute kommen sollten. Angedacht waren 15 Stundenwochen und vieles mehr.
 Aber die Konzerne vernichten lieber Ware, als den Menschen Freiheit zu geben. Das sund viel mehr bringt Dr. Kreiß in seinem Vortrag.

Gier und Profite vs. Etik

Konzerne wollen Profite. Zufrieden Kunden stehen da nicht auf der Agenda. Beispiel Pharma. Die Leute brauchen kranke Menschen, folglich brauchen wir Begleitmittel wie Magenschoner und anderes, um Nebenwirkungen entgegenzuwirken. Rechnung: 1 Krankheit 5 Tabletten. So ist es auch in der Autoindustrie und vielen anderen.  

Das Mephisto-Prinzip in unserer Wirtschaft

Das Buch von Prof. Dr. Kreiß gibts hier frei zum Download. 
Es ist haarsträubend, was in Unis, speziell BWL gelehrt wird. 

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